Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Landschaftsagentur Plus

Datteln-Ahsen, 25.02.2020

Das sind Miriam und Paul, unsere derzeitigen FÖJ’ler am Haus Vogelsang, dem Standort Datteln in NRW. „FÖJ“ bedeutet „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ und bietet 16 bis 27-Jährigen üblicherweise für zwölf Monate die Möglichkeit, sich an einer FÖJ-Einsatzstelle ökologisch und gesellschaftspolitisch zu engagieren und dabei wichtige Kompetenzen im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu sammeln. Um Euch näher zu beschreiben, was genau während eines FÖJ bei uns gemacht wird und was die Besonderheiten der Landschaftsagentur Plus (LA+) sind, standen die beiden Rede und Antwort.  

„Unser Aufgabenfeld bei der LA+ ist sehr breit gefächert“, beginnt die 18-jährige Miriam ihre Ausführungen auf die Frage, welche Aufgaben im Rahmen des FÖJ anfallen. „Hier ist kein Tag wie der andere, häufig nicht einmal eine Stunde wie die andere“. Das Aufgabenfeld umfasse die Biotoppflege am Standort, was als FÖJ-typische landschaftspflegerische Aktivität angesehen werden könne, aber auch die Unterstützung der Projektleiter oder das Planen, Organisieren und Durchführen eigener kleiner Projekte. Paul, der selber noch 17 Jahre alt ist, ergänzt: „Ab und zu fahren wir auf Flächen, um dort Aufgaben von Projektleitern auszuführen. So zum Beispiel in Essen, wo wir einen Amphibienschutzzaun um eine Wasserfläche errichtet haben, um die darin lebenden Kaulquappen zu schützen. Außerdem haben wir auf der gesamten Fläche Kreuzkröten abgesammelt“. Miriam, die schon seit jeher eine besondere Leidenschaft für Pferde und Kühe besitzt und auch in ihrer Freizeit gerne landwirtschaftliche Tätigkeiten übernimmt, berichtet dann begeistert von einer weiteren regelmäßigen Aufgabe am Haus Vogelsang. Es geht um die „Begleitung und Unterstützung von Ludger, der sich als Landwirt der Vogelsang Stiftung um die Pflege der Ausgleichsfläche sowie um unsere Rinderherde kümmert. Diese besteht aus circa 50 Aubrac- und Heckrindern, die eine riesige Fläche direkt an der Lippe beweiden. Obwohl die Herde möglichst naturnah leben soll, bleibt dabei ein grundlegendes Herdenmanagement unverzichtbar“.

Neben den alltäglichen Aufgaben tragen Paul und Miriam hin und wieder aber auch Verantwortung für eigene Projekte. „Beispiele hierfür wären die Planungen und Begleitungen von Naturschutz-Workshops für Schulklassen oder die Umsetzung eigener Ideen, um unseren Standort nachhaltiger zu gestalten“, führt Miriam aus. Paul kann sich in dem Zusammenhang an das „Projekt mit den Blumen-Zwiebeln“ erinnern, welches ihn besonders forderte: „Das haben wir größtenteils alleine organisiert und umgesetzt. Wir mussten die geeignetste Fläche für die Knollen identifizieren und schließlich die passende Menge an Krokussen, Narzissen, Hasenglöckchen und Blausternen einkaufen“. Es habe ihm aber gleichzeitig großen Spaß bereitet, ebenso wie dass er durch das FÖJ bei der LA+ das Berufsleben zum ersten Mal richtig kennenlernt, viel über Umweltschutz erfährt und daraus Schlüsse zieht, „was man im Umgang mit der Umwelt in Zukunft besser machen könnte“.

Auch Miriam bereiten die eigenen Projekte oder die Aufgaben der Projektleiter besonderen Spaß: „Sie stellen eine ideale Chance dar, sich beruflich zu orientieren, das eigene Interessenfeld näher zu erkunden und persönliche Verfahrensstrategien zu entwickeln“. Gelegentlich können sie die Projektleiter auch auf Außeneinsätze begleiten, darüber freut sich die Abiturientin dann besonders, „denn so bekommt man einen praktischen Einblick in die laufenden Projekte“.

Und wenn die beiden gerade einmal nicht auf Außeneinsatz sind, haben sie bei der LA+ die Möglichkeit, Einblicke in das Büromanagement zu bekommen und so mit den Bereichen Rechnungswesen, Büroorganisation sowie Veranstaltungsplanung in Kontakt zu kommen. „Natürlich fällt dabei auch mal die eine oder andere Service-Leistung in unsere Hände“, so Miriam.

Genau diese Vielfalt mache dann auch den Unterschied zu anderen Einsatzstellen im FÖJ: „Wie man sieht, ist unser Aufgabenspektrum sehr vielfältig und umfasst interessante Einblicke in verschiedenste Berufsfelder. Außerdem haben wir hier nicht nur eine Bezugsperson, sondern arbeiten mit dem gesamten Team zusammen, das uns äußerst aufgeschlossen gegenübersteht und bei Fragen oder Schwierigkeiten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat. Das sorgt für ein tolles Arbeitsklima!“. „Eine weitere Besonderheit an der LA+ ist der Standort“, komplettiert Paul die Aussagen Miriams: „Es liegt direkt vor dem Naturschutzgebiet Lippeaue und ist daher unfassbar naturnah“.

Und wem würden unsere FÖJ’ler nun ein Freiwilliges Ökologisches Jahr empfehlen? Paul hat da eine klare Meinung: „Ich würde es jedem empfehlen, der sich nach der Schule erst einmal orientieren will. Außerdem sollte man an der Natur und der Umwelt interessiert sein und kein Problem damit haben, sich mal schmutzig zu machen“. Auch Miriam kann dem nur zustimmen und führt weiter aus: „Wer nach der Schule endlich mal viel Zeit an der frischen Luft verbringen möchte und gleichzeitig Orientierung im Bereich Ökologie und Landschaftspflege sucht, trifft mit der Bewerbung auf eine unserer FÖJ-Stellen sicher eine gute Wahl!“

Fühlst Du Dich jetzt von den beiden angesprochen und glaubst, dass das auch etwas für Dich sein könnte? Dann nutze die Möglichkeit und bewirb Dich bis zum 01. Juni 2020 auf eine unserer beiden FÖJ-Stellen in NRW oder auf unsere freie Stelle im Saarland für 2020/2021. Bewerben kannst Du Dich seit dem 01. Februar direkt unter https://lwl-foej-bewerbung.de/verwaltung/login (für den Standort NRW) oder unter https://www.saarland.de/12395.htm (Standort Saarland). Weitere Informationen zum FÖJ findest Du hier: https://foej.de/. Bei allen weitergehenden Fragen stehen wir Dir gerne per Mail unter info@landschaftsagenturplus.de oder telefonisch unter 02363 3905 202 zur Verfügung.