Kompensationsmanagement  

Ausgleich und Ersatz

Ökokonten und Flächenpools

Bundesweit verfügen wir in vielen gesetzlich definierten Kompensationsräumen über Ökokonten mit umgesetzten Kompensationsmaßnahmen. Diese Maßnahmen können durch Abbuchungen aus den jeweiligen Ökokonten sofort für Kompensationsleistungen in Genehmigungsverfahren eingesetzt werden. Weiterhin bauen wir bundesweit unseren Flächenpool kontinuierlich aus. In dem Flächenpool stehen vertraglich gesicherte Flächen für  forst-, landschafts- oder artenschutzrechtliche Maßnahmen kurzfristig zur Verfügung. Die Maßnahmen werden bedarfsgerecht umgesetzt.

Bei der Auswahl unserer Ökokonten und Flächen verfolgen wir das Ziel Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu bündeln und diese unter Beachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen in ökologische Vorzugsräume zu steuern.

Eine Übersicht über unsere aktuellen Kompensationsangebote finden Sie hier.

Artenschutzmaßnahmen

Flächenpool für CEF Maßnahmen

Der Schutz bestimmter Arten gilt nicht nur für die geschützten Tier- und Pflanzenarten selbst, sondern auch für deren Fortpflanzungs- und Ruhestätten (§ 44 Abs. 1 Nr. 3 BNatSchG). Der Schutz umfasst dabei alle Stätten, die für eine erfolgreiche Fortpflanzung notwendig sind. Auch Ruhe- und Überwinterungsquartiere wie z.B. Gebäude gehören dazu.

Maßgeblich in genehmigungs- oder zulassungspflichtigen Verfahren sind die besonders und streng geschützten Arten nach europäischem bzw. Bundesrecht, dazu kommen häufig noch andere Schutzkategorien wie z.B. die Rote-Liste-Arten des Bundes und der Länder.
In allen Verfahren sind die besonders und streng geschützten Arten Gegenstand einer speziellen Artenschutzprüfung, die teilweise auch Bestandteil weiterer Prüfgutachten sind (z.B. Landschaftspflegerischer Begleitplan oder Umweltbericht).

Manche Arten bzw. Artengruppen sind von Baumaßnahmen besonders häufig betroffen: Vögel, Fledermäuse und Amphibien. In unserem Flächenpool halten wir für diese Arten Flächen vor, die insbesondere für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) geeignet sind. Darüber hinaus können wir i.d.R. besondere Strukturen oder einzelne Landschaftselemente für die Kompensation von Eingriffen zur Verfügung zu stellen.

Neben der grundsätzlichen Eignung einer Fläche bzw. Maßnahme ist der ökologisch-funktionale Zusammenhang einer Maßnahme mit der durch den Eingriff betroffenen Zielart von Relevanz. Daher können wir immer nur im Einzelfall für ein konkretes Vorhaben prüfen, ob Flächen für die speziellen Anforderungen bereitgestellt werden können.

Monitoring

Verlässlich und organisiert

Um die Wirksamkeit der Ausgleichsflächen sicherzustellen, verpflichten wir uns auch ohne behördliche Auflage zur freiwilligen Kontrollen. Dabei arbeiten wir vorrangig mit örtlichen Naturschutzorganisationen und Naturschutzstationen zusammen.

Maßnahmensicherung

Rechtssicher und nachhaltig

Kompensationsleistungen an Natur und Landschaft überschreiten die zeitliche Dimension von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Ihre naturschutzfachliche Wirkung erzielen diese häufig erst nach vielen Jahren oder Jahrzehnten. Um dem Zweck der Eingriffsregelung angemessen Rechnung zu tragen ist die nachhaltige Sicherung der Kompensationsmaßnahmen entscheidend.

Naturschutz Stiftungen eignen sich aufgrund Ihrer institutionellen Besonderheit sehr gut für diese langfristige Aufgabe. Wir arbeiten in Partnerschaft mit verschiedenen Stiftungen u.a. mit der Vogelsang Stiftung  und der NABU Stiftung.