Gelungenes Flächenrecycling – von der Montanbrache zum Industriepark. Die RAG Montan Immobilien GmbH entwickelt den Gewerbepark „Große Heide Wulfen“ an der B58 in Dorsten auf dem ehemaligen Schachtgelände Wulfen 1/2.
Rund 30 Hektar Fläche der 2001 stillgelegten Zeche Wulfen 1/2 hat die RAG Montan Immobilien GmbH für eine Folgenutzung revitalisiert. So werden sich dort in den kommenden Jahren sowohl regionale als auch internationale Unternehmen niederlassen. Darunter auch der US-amerikanische Jeanswaren-Hersteller Levi Strauss & Co. Ermöglicht wurde die erfolgreiche Umwandlung der Zechenbrache in einen Industriepark unter anderem mit unserer fachlichen Unterstützung.
Kompensationsbedarf für die Folgenutzung: Ökopunkte, Waldentwicklung und Artenschutzmaßnahme (CEF-Maßnahme)
Für die Folgeentwicklung sind Kompensationsmaßnahmen mit verschiedenen Schwerpunkten notwendig. Zum einen stellen wir Ökopunkte (Ökokonto in Dorsten) sowie Waldersatzmaßnahmen für den forst- und landschaftsrechtlichen Ausgleich zur Verfügung. Zum anderen haben sich auf der Industriebrache in der Zwischenzeit mehrere Baumpieper Paare angesiedelt, für die ein Ersatzlebensraum im Umfeld geschaffen werden musste. Unsere Leistungen umfassen dabei die fachliche Konzeption und Planung der Kompensationsmaßnahmen, die Flächenauswahl, die Verhandlungen mit den Flächeneigentümern und die Sicherung der Maßnahmen in Abhängigkeit von den Genehmigungsauflagen.
Lebensraumerhalt für den Baumpieper unweit des Eingriffsorts
Die von uns bereitgestellte CEF-Maßnahme für den Baumpieper zielen auf lebensraumverbessernde Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld des Eingriffs ab. „CEF“ steht hierbei für „Continuous Ecological Functionality“, was im Deutschen so viel wie „kontinuierlicher ökologischer Funktionserhalt von Lebensräumen“ bedeutet. Unter dieser Maßnahme aus dem Bereich der Eingriffsregelung werden vorgezogene Maßnahmen verstanden, die im Sinne des § 44 Abs. 5 i.V.m. § 15 BNatSchG den Artenschutz in Deutschland sicherstellen.
Der Baumpieper lebt typischerweise in (halb-) offenem Gelände mit hohen Singwarten (Bäume, Sträucher) und gut ausgebildeter Krautschicht. Gerade solche Strukturen bilden sich häufig auf brachgefallenen Industrieflächen aus, die der Baumpieper gerne als sogenanntes Sekundärhabitat annimmt. Sein natürlicher Lebensraum sind aufgelockerte Waldränder, Lichtungen, sowie lichte Laub- und Nadelwälder.
Weitere Informationen zum Kompensationsmanagement, Artenschutz und CEF-Maßnahmen finden Sie hier.



