Die Landschaftsagentur Plus hat die Entwicklungszielkontrolle 2025 abgeschlossen. Dabei haben wir im zurückliegenden Jahr vor Ort den Zustand und die Entwicklung unserer 90 Kompensatinosprojekte in Nordrhein-Westfalen dokumentiert. Unser Team überprüfte unsere Naturflächen in 37 Städten und wertete die Ergebnisse für alle Projekte einzeln aus.
Kontinuierliche Entwicklungszielkontrollen sind für uns ein wichtiges Instrument unserer Qualitätssicherung und unternehmensweit standardisiert. Dieses Monitoring liefert uns wichtige Informationen, um die langfristige Wirksamkeit unserer Kompensationsmaßnahmen sicherzustellen. So erfahren wir unmittelbar, wo wir bei Bedarf nachsteuern müssen, damit eine Fläche ihre ökologische Wirkung entfalten kann. Das kann zum Beispiel wie in diesem Jahr ein von Wild beschädigter Zaun sein, der durch Verbiss die noch jungen Bäume einer Erstaufforstung gefährdet.
Für das Jahr 2025 zeigt die Auswertung insgesamt sehr positive Ergebnisse. Diesmal standen wieder die Kontrollen in Nordrhein-Westfalen auf dem Plan: Unsere Kollegin, die Geografin Anne Katrin Kilfitt aus unserem Kompensationsteam begutachtete sämtliche Flächen in NRW vor Ort.
Aktuell unterhalten und entwickeln wir in Nordrhein-Westfalen
- mehr als 1.243 Hektar Kompensations- und Artenschutzflächen, darunter
- 467 ha Ökokontoflächen nach § 32 LNatSchG (NRW) sowie
- 257 ha Erstaufforstungs- und Waldflächen.
So konnten wir 2025 bei vielen Erstaufforstungen aus der Pflanzperiode 2023/24 sehr gute Anwuchserfolge dokumentieren. Dabei setzen wir bei Bedarf Drohnen ein, um unsere Kompensations- und Erstaufforstungsflächen flächendeckend zu erfassen, Entwicklungen in jährlichen Zeitreihen objektiv zu dokumentieren und die Wirksamkeit der Realkompensation transparent nachzuweisen.
Ergebnisse 2025:
- Bei 80 % der Flächen ist das Entwicklungsziel erreicht oder absehbar.
- 18 % sind noch in Entwicklung und
- bei 2 % besteht Handlungsbedarf.
Trotz der insgesamt guten Entwicklung bleiben Pflege und Nachsteuerung wichtig. Nachpflanzungen, Zaunpflege, Müllentfernung und die Zurückdrängung sogenannter Neophyten gehören weiterhin dazu. Dazu zählen etwa der Japanische Staudenknöterich oder die spätblühende Traubenkirsche, die ursprünglich nicht heimisch sind, sich stark ausbreiten und somit gewünschte heimische Zielarten verdrängen können.
Anne Katrin Kilfitt, Geographin im Team Kompensationsmanagement der Landschaftsagentur Plus:
„Bei den Kontrollen geht es nicht nur um Zahlen, sondern um den genauen Blick auf jede Fläche. Wir prüfen, wie sich die Kompensationsmaßnahmen konkret entwickeln, ob Gehölze anwachsen, bei der Günlandbewirtschaftung Beweidungsdichten und Mahdintervalle eingehalten werden oder planungsrelevante Zielarten zurückkehren. Auch die Entwicklung von Gewässern dokumentieren wir, denn sie sind wichtige Habitate für Amhibien, Insekten und Vögel. 2025 konnten wir vielerorts eine sehr positive Entwicklung beobachten.“




