Nur acht Prozent der Flüsse und Bäche in Deutschland befinden sich in einem guten ökologischen Zustand. Umso wichtiger sind Projekte wie die Renaturierung des Ellbachs in Saarwellingen: eine Kompensationsmaßnahme, die weit mehr leistet als bloßen Ausgleich – sie bringt Natur zurück, stärkt den Wasserrückhalt, fördert die Artenvielfalt und macht die Region klimaresilienter.

Am 20. August 2025 wurde das Projekt gemeinsam mit Umweltministerin Petra Berg, Joachim Loechte (Vorstand RAG AG), Dr. Horst Brünnet (Bürgermeister der Gemeinde Saarwellingen), dem Geschäftsführungsteam der Landschaftsagentur Plus, Nicole Büsing und Markus Kissenbeck, sowie dem Projektverantwortlichen Michael Boes offiziell vorgestellt.

500 Meter Bach in neuem Gewand

Auf einer Länge von rund 500 Metern wurde der zuvor begradigte Ellbach in einen naturnahen Zustand zurückgeführt. Entstanden sind Flutmulden, strukturreiche Uferzonen und neue Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Umweltministerin Petra Berg betonte bei der Vorstellung:
„Mit Projekten wie am Ellbach setzen wir ein starkes Zeichen für lebendige Flüsse und die Anpassung an den Klimawandel im Saarland.“

Enge Zusammenarbeit als Schlüssel

Gewässerrenaturierungen sind nicht nur planerisch komplex, sondern erfordern auch umfangreiche Grundstücksverhandlungen – gerade im Saarland mit seiner Realteilung eine besondere Herausforderung. Ohne die enge Unterstützung des Landes, insbesondere des Ministeriums von Petra Berg, sowie der Gemeinde Saarwellingen wäre eine Umsetzung in dieser Qualität nicht möglich gewesen.

Beteiligt an der Maßnahme waren:

  • Gemeinde Saarwellingen

  • RAG Aktiengesellschaft (Finanzierung der Kompensationsmaßnahme)

  • Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes

  • Floratec GmbH (Bauausführung im Auftrag der LA+)

60 Kilometer renaturierte Gewässer im Saarland

Mit dem Ellbach summiert sich die von der Landschaftsagentur Plus im Saarland renaturierte Gewässerlänge inzwischen auf rund 60 Kilometer. Jeder einzelne Abschnitt zeigt, dass multifunktionale Kompensationsmaßnahmen einen echten Mehrwert für Natur, Klima und Region schaffen.