„Die Erderwärmung bremsen, deren Auswirkungen abmildern und Artenvielfalt erhalten“, das, so die Ministerin für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz des Saarlandes Petra Berg, seien nicht nur die zentralen Umweltthemen der Bundes-, sondern auch die der saarländischen Landesregierung
Dies betonte die Ministerin auf dem Landschaftsforum der RAG und der Landschaftsagentur Plus. In der Kulturhalle in Völklingen-Wehrden trafen sich viele Vertreter aus Politik, Behörde, von NGO’s und die interessierte Öffentlichkeit, um die Herausforderungen der Zukunft zu diskutieren.
Das Rosseltal als stellvertretendes Beispiel unserer multifunktionalen Kompensationsleistungen
RAG-Regionalbeauftragter Dr. Stefan Hager begrüßte neben der Ministerin vor allem die Oberbürgermeisterin der Stadt Völklingen, Christiane Blatt, Markus Siersdorfer vom Regionalverband Saarbrücken, Ulrich Heintz, Ehrenvorsitzender des NABU-Landesverbandes, und Matthias Herbert vom Bundesamt für Naturschutz, der aus Leipzig angereist war. Wie die RAG mit den Themen umgeht, sollte das Unternehmen im Laufe des Tages ganz konkret am Beispiel der Sanierung des Rosseltales zeigen. Ein Projekt, das stellvertretend für die multifunktionalen Kompensationsleistungen steht, die die Landschaftsagentur Plus für die RAG AG konzipiert und umsetzt und so zur fachlichen Qualität dieser Maßnahmen beiträgt.
Hochrangige Gäste äußern sich zu Landschaftsentwicklung, Klimafolgeanpassung und Biodiversität
Zuvor schilderte Matthias Herbert vom Bundesamt für Naturschutz, mit welchen Instrumenten die Bundesregierung die Umwelt an die Veränderungen des Klimawandels anpassen will. Dabei spielen besonders Strategien zu einem schnelleren Ausbau der Erneuerbaren Energien eine zentrale Rolle. Die Auswirkungen des Klimawandels auf große Teile des Saarlandes beschrieb auch Markus Siersdorfer. Er zeigte wie der Flächennutzungsplan die Risiken des Klimawandels abbilden könnte. Regionen mit einer besonderen thermischen Belastung, mit Hochwasser- und Starkregenereignissen könnten so individuell mit entsprechenden Maßnahmen gegensteuern. Er betrachtet die Auswirkungen aus der Sicht des Regionalverbandes Saarbrücken, in dem sich 10 Städte und Gemeinden des Saarlandes zusammengeschlossen haben. Der ehemalige Nabu-Chef Ulrich Heintz lobte die effektive Zusammenarbeit mit der RAG im Rosseltal. Mit Heintz war übrigens ein frischgebackener Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande zu Gast.
Natürliche Auenentwicklung im Rosseltal über vier Jahrzehnte
Rudolf Krumm, Prokurist der RAG Montan Immobilien und der LA Plus, stellte dann das Projekt Rosseltal vor. Nach einem Jahrhundert Kohleförderung dort hatte sich an der Oberfläche eine Senkungsmulde gebildet, die eine Auffüllung und Neugestaltung erforderlich machte – dies alles unter der Berücksichtigung, dass dort die Rossel fließt und der Bereich auch als Retentionsraum für Hochwasser bestehen bleibt. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die die RAG in den 80er und 90er Jahren des letzten Jahrtausends abarbeitete. Statt das Gelände in seinen ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen – zuvor war das Gelände landwirtschaftlich genutzt – schaffte RAG gemeinsam mit den Genehmigungsbehörden die Voraussetzungen, um eine natürliche Auenentwicklung in Gang zu setzen. In den letzten 20 Jahren hatte das Gelände ohne menschliche Eingriffe die Möglichkeit, sich selbst zu entwickeln. Die Natur hat sich so die rund 40 Hektar große Fläche zurückerobert.
Fotos: Landschaftsagentur Plus / BeckerBredel



