Ensdorf,

In Zeiten, in denen Mensch und Natur mit dem Rückgang der biologischen Vielfalt konfrontiert sind und der Erhalt schützenswerter Biotopstrukturen unter den aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen eine besondere Herausforderung darstellt, ist der Wunsch nach wirtschaftlich angemessenen Managementmethoden des Naturschutzes groß.

Gerade extensive Weidelandschaften können sich zu wahren Hotspots der Biodiversität entwickeln und mit einem gut durchdachten Beweidungsmanagement einen sinnvolle naturschutzfachlichen Beitrag zur nationalen Biodiversitätsstrategie leisten.

Seit einigen Jahren begleiten wir mit unserer Expertise mehrere Naturschutz- und Kompensationsprojekte in Luxemburg und so haben wir vor wenigen Wochen einen weiteren Auftrag zur Konzeption eines Sommerbeweidungskonzept erhalten.

Erfassung der Bestandsdaten

Das Konzept bezieht sich auf Grünlandflächen in der Gemeinde Redingen. Als Grundlage für das Beweidungskonzept erstellen wir vorab eine flächendeckende Biotoptypenkartierung, inklusive der Erfassung der floristischen Ausstattungen. So erlangen wir den nötigen Kenntnisstand über vorhandene Arten und Lebensgemeinschaften für die zukünftige Zielausrichtung des Bewirtschaftungskonzeptes.

Extensives Weidemanagement

Durch das extensive Weidemanagement profitieren viele Offenlandarten, denen es in einer intensiv geprägten Agrarlandschaft an geeigneten Habitatstrukturen sowie an ausreichender Nahrungsgrundlage fehlt.

Um die sinnstiftende Bewirtschaftung solcher extensiven Flächen attraktiver für Landwirte zu gestalten, engagieren wir uns gemeinsam mit der gemeinnützigen Vogelsang Stiftung seit einigen Jahren für eine starke Marktposition für ökologisch und artgerecht erzeugte Produkte von Naturschutzflächen wie z.B. mit den Marken URBEEF und NaturschutzRind.

Autor: Julian Kiszka