Berlin / Datteln / Friedrichsthal / Oberursel,

Die Landschaftsagentur Plus begrüßt die beim Deutschen Naturschutztag in Berlin vorgestellten Eckpunkte des "Gesetzes zur Stärkung der natürlichen Infrastruktur" (Naturflächenbedarfsgesetz) Bundesumweltminister Carsten Schneider hatte angekündigt, Böden, Wälder und Schutzgebiete der technischen Infrastruktur gleichzustellen und die Suche nach Flächen für Kompensationsmaßnahmen bei großen Infrastrukturprojekten an "professionelle Dritte" zu übertragen. 
 

Ein wichtiges Signal für die Natur

"Die Einbindung von uns Flächenagenturen in Deutschland ist ein wichtiger Schritt, um die Natur durch erprobte professionelle Strukturen wirksam zu stärken", sagt Nicole Büsing, Geschäftsführerin der Landschaftsagentur Plus GmbH, die auch dem Vorstand des Bundesverbandes der Flächenagenturen in Deutschland (BFAD e.V.) angehört."Statt neue Förderlogiken zu schaffen und Geld in Bundestöpfen zu parken, sollten Kompensationsmittel direkt in reale Renaturierungs-, Aufforstungs- und Ökosystemprojekte fließen."

Das leisten Flächenagenturen

Flächenagenturen gleichen Eingriffe in die Natur von Vorhabenträgern der Energie- oder Verkehrsinfrastruktur durch Investitionen in Ökosysteme wie Renaturierungen und Aufforstungsprojekte aus. So bündelt die Landschaftsagentur Plus Kompensationsbedarfe, sichert Flächen und stellt über Flächenpools und Ökokonten vorentwickelte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bereit. Durch die Sicherung der Flächen in der Vogelsang-Stiftung und ein regelmäßiges Monitoring wird gewährleistet, dass sich die Kompensationsflächen entsprechend der naturschutzfachlichen Ziele langfristig entwickeln.

Aus Sicht der Landschaftsagentur Plus sollte das geplante Gesetz die bundesweit verfügbaren Strukturen der Flächenagenturen ausdrücklich nutzen, um Verfahren zu vereinfachen, statt zusätzliche bürokratische Hürden aufzubauen.

 

Rede Bundesumweltminister Carsten Schneider beim DUT