Trockenheit, Hitze und Extremwetter setzen auch die Wälder im Saarland zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Waldflächen so entwickelt werden können, dass sie langfristig stabil, vielfältig und an veränderte Klimabedingungen angepasst sind. Mit diesem Thema hat sich unsere Kollegin Saskia Becker in ihrer Bachelorarbeit beschäftigt – und damit ein Arbeitsfeld aufgegriffen, das auch für Landschaftsagentur Plus von hoher Bedeutung ist.
Wälder im Wandel
Wälder übernehmen viele Funktionen zugleich. Sie sind Lebensraum, prägen Landschaften, tragen zum Wasserrückhalt bei und erfüllen wichtige ökologische Ausgleichsfunktionen. Gleichzeitig zeigen sich die Folgen des Klimawandels auch im Wald immer deutlicher. Längere Trockenphasen, Hitze und Extremwetterereignisse verändern die Bedingungen, unter denen sich Waldbestände entwickeln können.
Zum Tag der Wälder rückt damit eine Frage besonders in den Fokus: Wie kann Waldumbau so gestaltet werden, dass ökologische Stabilität, Artenvielfalt und langfristige Entwicklungsfähigkeit zusammenkommen?
Bachelorarbeit mit Praxisbezug
Mit genau dieser Fragestellung hat sich Saskia Becker in ihrer Bachelorarbeit beschäftigt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit am Standort Saarland in Friedrichsthal entwickelte sie ein Maßnahmenkonzept für einen multifunktionalen Waldumbau auf einer rund 32 Hektar großen Planungsfläche im Bohnental bei Überroth-Niederhofen.
Ziel war es, ein Konzept zu erarbeiten, das ökologische Aufwertung, Klimaanpassung und praktische Umsetzbarkeit miteinander verbindet. Damit greift die Arbeit ein Thema auf, das in der Flächenentwicklung und im naturschutzfachlichen Projektkontext zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Zwei fachliche Schwerpunkte
Besonders relevant waren in der Arbeit zwei Aspekte.
Zum einen die Klimahülle. Mit diesem Instrument lässt sich einschätzen, welche Baumarten unter künftigen Standortbedingungen voraussichtlich geeignet sind. Das schafft eine wichtige Grundlage für langfristige Entscheidungen im Waldumbau.
Zum anderen wurde das Ökokonto einbezogen. Dadurch wird deutlich, wie ökologische Maßnahmen bilanziert und gezielt für Aufwertung und Kompensation genutzt werden können. Für Landschaftsagentur Plus als Flächenagentur ist dieser Zusammenhang besonders wichtig, weil er die Verbindung von naturschutzfachlicher Entwicklung und praktischer Flächenlogik sichtbar macht.
Von der Theorie in die Praxis
Für Saskia Becker bestand ein besonderer Mehrwert darin, wissenschaftliches Arbeiten direkt mit einem realen Projekt zu verknüpfen:
„Ich konnte direkt an einem aktuellen Projekt mitwirken und mein erlerntes Wissen aus der Uni praktisch anwenden, vertiefen und weiterentwickeln."
Begleitet wurde die Arbeit durch Michael Boes, der die fachliche Betreuung übernahm.
Seit 2025 ist Saskia Becker festes Mitglied im Team von Landschaftsagentur Plus im Saarland. Dort bringt sie ihre fachliche Expertise in Projekte zum ökologischen Waldumbau und zu nachhaltigen Nutzungskonzepten ein.
Michael Boes ordnet die Bedeutung der Arbeit so ein:
„Die Bachelorarbeit von Saskia Becker zeigt eindrucksvoll, wie wissenschaftliche Grundlagen und praxisnahe Planung ineinandergreifen können. Für uns bei Landschaftsagentur Plus bedeutet das einen echten Mehrwert – für die Wälder im Saarland, für unsere Arbeit als Flächenagentur und für die Nachwuchsförderung im eigenen Haus.“
Ein Thema mit langfristiger Bedeutung
Der Tag der Wälder ist daher ein guter Anlass, den Blick auf die Zukunftsfähigkeit von Waldflächen zu richten. Die Bachelorarbeit von Saskia Becker zeigt beispielhaft, wie aus wissenschaftlicher Analyse konkrete Ansätze für die Praxis entstehen können. Wenn Sie weitere Informationen zu unseren Projekten haben, wenden Sie sich gerne an unser Team unter diesem Link:
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