NRW-Umweltministerin Heinen-Esser besucht Stadtteilpark Hassel

Gelsenkirchen, 28.05.2019

Der neue Stadtteilpark ist ein Musterbeispiel für „Grüne Infrastruktur“ auf einer Industriebrache

Ministerin Heinen-Esser: Das Projekt der RAG Montan Immobilien sorgt für mehr Lebensqualität im Gelsenkirchener Norden

Wie Grüne Infrastruktur ganz konkret umgesetzt werden kann, haben sich Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, gemeinsam mit Theo Schlüter, Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien und Christian Chwallek, dem stellvertretenden Vorsitzenden des NABU NRW heute in Gelsenkirchen-Hassel angeschaut. „Das Projekt Stadtteilpark Hassel beweist wie kreativ die Menschen im Ruhrgebiet unsere Grüne Infrastruktur stärken wollen. Die Lebensqualität in den Wohnquartieren steigt. Ich hoffe, dass viele Städte folgen werden“, erklärte Ministerin Heinen-Esser.

Der 36 Hektar große Stadtteilpark Hassel wird nach Planungen der Stadt Gelsenkirchen, der BP Gelsenkirchen sowie der RAG Montan Immobilien als Bürgerpark mit einem landwirtschaftlichen Bereich realisiert. Auf etwa 10 Hektar des Areals ist eine extensive landwirtschaftliche Nutzung eingeplant. Im Westen der Fläche entstehen derzeit zwei bis zu 13 Meter hohe begehbare Erdbauwerke mit Aussichtpunkt, die so genannten Olympe. Am Fuße eines der Hügel wurde ein rund 10.000 Quadratmeter großer See angelegt.

Die Eröffnung des Stadtteilparks ist für Mitte 2020 geplant. Er ist ein wichtiger Baustein des Wandels vom bisher stark industriell geprägten Stadtteil zum attraktiven Stadtquartier im Gelsenkirchener Norden.

Die Landschaftsagentur Plus hat in diesem Projekt die Freiraumplanung des gesamten Kokereigeländes in allen Leistungsphasen der HOAI erbracht, das Konzept zur extensiven landwirtschaftlichen Nutzung entworfen und hat sich gemeinsam mit der Vogelsang Stiftung und dem NABU NRW erfolgreich für den Erhalt und den Umbau des ehemaligen Stellwerkes zum Artenschutzhaus eingesetzt. Mit Förderung der NRW Stiftung sowie mit finanzieller Unterstützung durch die Vogelsang Stiftung, der Landschaftsagentur Plus und der RAG MI wird das Gebäude bis Ende 2019 zum Artenschutzhaus umgebaut.