Die Robinie ist Baum des Jahres 2020 und Bienen lieben ihn. Weiße, traubenförmige und betörend duftende Blüten – daran erkennt man die Robinie. Gleich vier davon wurden am Mittwoch, den 30. September, an der B51 in Ensdorf von uns, Jörg Wilhelmy, Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf, und Kindern der Kita St. Marien Ensdorf gepflanzt.
Die fleißigen Bienen an unserem Standort in Ensdorf produzierten 2019 rund 100 Kilo Honig. Wie in jedem Jahr konnten unsere Mitarbeiter in Ensdorf einen großen Teil davon käuflich erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf wandert in die sogenannte Bienenkasse und wird in Bienenprojekte reinvestiert. In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf den Kauf und die Pflanzung von Robinien.
„Eigentlich wollten wir die Bäume bereits im April, am Tag des Baumes, pflanzen“, erklärte Jörg Wilhelmy, Bürgermeister der Gemeinde Ensdorf, der die Pflanzaktion tatkräftig unterstützte. „Aber da kam uns das Corona-Virus in die Quere“. Mit dem Bienenprojekt leistet unsere Landschaftsagentur am Standort Ensdorf einen Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz. „Aber unser Engagement geht weiter. Es ist uns wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig mit dem Thema Natur vertraut zu machen“, betonte Martin Strauß, Geschäftsführer der Landschaftsagentur Plus.
So waren auch Kinder der Kita St. Marien aus Ensdorf mit Spaten und Gießkannen fleißig am Werk. „Es ist schön zusehen, mit welchem Eifer die Kinder dabei sind“, freute sich Bürgermeister Wilhelmy, dessen Mitarbeiter den Standort an der B51 für die Robinien ausgesucht hatten. „Da passt es auch, dass der Förderverein der Kita die Biene als Wahrzeichen hat.“
Bei uns ist es gute Tradition, Kindern und Jugendlichen Natur erlebbar zu machen. So werden Kinder der umliegenden Kitas oder Schulen bei Renaturierungsprojekten, wo immer dies möglich ist, eingebunden. „Im letzten Jahr haben wir uns am Ferienprogramm des Landesverbandes der AWO Saar beteiligt“, erklärte Martin Strauß. Eine ganze Woche widmete sich das Unternehmen den sechs bis zehnjährigen Schülern. „Es ist uns wichtig, Kindern und Jugendlichen Natur und Umwelt erlebbar zu machen, denn so können Sie einen direkten Bezug zur Natur aufbauen“.
Aufgebaut haben wir auch unseren Bienenbestand. Seit diesem Jahr sind es drei sogenannte Wirtschaftsvölker. Bis im letzten Jahr waren es zwei. „Die drei Völker haben sich etabliert und in diesem Jahr 150 Kilo Honig produziert“, erklärt Claudia Mundstein, Mitarbeiterin und Hobbyimkerin am Standort in Ensdorf. Mundstein ist zuständig für das Wohlergehen der Bienen auf der ehemaligen Tagesanlage auf Duhamel. Aber auch um das Schleudern des Honigs bis zum Abfüllen in Gläser kümmert sie sich federführend. „Wohin der Erlös aus der diesjährigen Honigernte fließen wird, müssen wir noch überlegen. Aber sicherlich finden wir wieder ein gutes Projekt.“
Fotos: BeckerBredel, Laura Ockenfels

