Wer bislang Ökopunkte aus dem Saarland über uns beziehen wollte, konnte dies lediglich im Rahmen von Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahmen tun. Durch die kürzlich durch das Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz des Saarlandes genehmigte Ökokontomaßnahme „In der Hohl – Grünlandextensivierung Erbach-Reiskirchen“ stehen ab sofort 106.632 Ökopunkte aus dem Saarland zur sofortigen Abbuchung bereit. Somit verfügen wir nun über Ökokonten in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie dem Saarland.
Artenreichtum durch Grünlandextensivierung
21.542 m² fasst die Fläche in Erbach-Reiskirchen (Homburg), auf der wir eine Extensivierung der bislang intensiv genutzten Grünlandfläche anstreben. Mit der Maßnahmenumsetzung haben wir bereits in diesem Jahr begonnen. Ziel der kommenden Jahre ist die nachhaltige Entwicklung einer artenreichen Wiesenfläche.
Erster Schritt hierzu ist die Aushagerung des Bodens, die in den kommenden zwei Jahren durch eine dreischürige Mahd vorangetrieben werden soll. Um einen erneuten Nährstoffeintrag in den Boden zu verhindern, wird dabei wird das Schnittgut abtransportiert. Anschließend wird die Ökokontofläche zwei Mal pro Jahr gemäht. Um die Erreichung des gewünschten Zielzustandes zu kontrollieren, finden im zweiten, fünften und zehnten Jahr nach Mahdregime-Beginn jeweilige Monitorings statt.
Ökokontomaßnahme generiert sofort mehr als 100.000 Ökologische Werteinheiten
Ab sofort stehen durch die Ökokontomaßnahme „in der Hohl“ 106.632 ÖW für die Einbuchung in das landesweite Ökokontokataster zur Verfügung. Diese können nun von solchen Nachfragern beansprucht werden, die im Saar-Nahe-Berg- und Hügelland (Naturraum D52 – deckt große Teile des Saarlandes ab) Eingriffe im Sinne des § 13 ff. BNatSchG verursachen und diese kompensieren müssen.
Renaturierter Erbach profitiert vom Ökokonto
Ursprünglich hatten wir die Flurstücke des neuen Ökokontos im Zuge unserer abgeschlossenen Erbachrenaturierung angekauft. Dieser durchfließt die Fläche von Nordosten nach Südwesten und profitiert ebenfalls von der Ökokontomaßnahme: Durch den Verzicht auf mineralische Düngungen und auf Anwendungen chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel wird der Stickstoffeintrag in den Erbach verringert und so ggf. die Wasserqualität verbessert.
Einen gesamten Überblick über unsere Kompensationsangebote in NRW, Badem-Württemberg und dem Saarland, sowie derer, die sich in Hessen noch in der Vorbereitung befinden, finden Sie hier.



