Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus NRW, Saarland und Hessen haben wir den Naturerlebnispfad #MUNATUR in im hessischen Münster-Breitefeld besucht. Bei der naturkundlichen Exkursion besichtigten wir das Gelände der ehemaligen Munitionsanstalt, auf deren Gelände inzwischen ein beeindruckendes Biotop entstanden ist, das Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bietet.
In einem Teilbereich sind kleine Herden mit Wisenten und Przewalski-Pferden bei der Landschaftspflege im Einsatz. Sie halten den Bodenbewuchs kurz, damit gefährdete Tier- und Pflanzenarten, die auch offene Sandflächen benötigen, gute Lebensbedingungen finden.
BIOTOP IST GROßFLÄCHIGE KOMPENSATIONSMAßHNAHME
Matthias Mähliß von DB InfraGO informierte uns über die großflächige Kompensationsmaßnahme von 260 ha. Damit setzt die Deutsche Bahn (DB) auch hier Projekte zum Natur- und Artenschutz um und schafft damit den Ausgleich für die beim Neubau der Strecke Frankfurt–Mannheim in Anspruch genommenen Flächen.
Die Maßnahme zeigt die Rolle des Ökosystems Wald als Kohlendioxidsenker. Und mit seinem alten Baumbestand sichert er Lebensraum und trägt damit zum Artenschutz bei. Die Aufforstung mit robusten Baumarten soll den Wald auf die sich ändernden klimatischen Bedingungen der nächsten Jahrzehnte vorbereiten.
Unser Geschäftsführungsteam Markus Kissenbeck und Nicole Büsing dankte Matthias Mähliß für die Einblicke: „Das ist wieder ein beeindruckendes Beispiel dafür, was durch professionelles Kompensationsmanagement erreicht werden kann! Solche großartigen Projekte wie #munatur zeigen, wie wichtig es ist, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Interessen zu verbinden.“
AUSSTELLUNG DOKUMENTIERT WANDEL
Die Ausstellung in einem der ehemaligen Munitionsbunker dokumentiert die bewegte Vergangenheit des Areals. Denn es wurde bereits vom NS-Regime als sogenannte „Lufthauptmunitionsanstalt“. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gelände als Munitionsdepot der US-Armee und stand fast 50 Jahre unter amerikanischer Verwaltung. Ein Hingucker sind die Kunstwerke des Graffiti-Künstlers Case Maclaim, dessen überdimensionale Wisente und Wildpferde täuschend lebensecht wirken.
Weitere Informationen zur Kompensationsmaßnahme der Deutschen Bahn




