Datteln,

Auch 2021 wurden alle von uns angelegten Kompensationsflächen in Nordrhein-Westfalen einer Funktions- bzw. Entwicklungszielkontrolle unterzogen.

Durch die Kontrolle erkennen wir, ob sich die von uns angelegten Kompensationsflächen planmäßig entwickeln oder ob Handlungsbedarf besteht um die naturschutzfachliche Zielsetzung zu erreichen. Mit Hilfe behördlich gestimmter Erfassungsbögen werden z.B. Entwicklungszustand, Zielabweichungen, Anpassung von Pflegeintervallen oder erforderliche Nachbesserungen genau dokumentiert.

56 Kompensationsflächen in 20 Städten und Kreisen NRWs

Nachdem wir im vergangenen Jahr rund 40 Kompensationsflächen in 16 Städten bzw. Kommunen begutachteten haben, sind es in diesem Jahr 14 Flächen mehr. Diese erstrecken sich von Kamp-Lintfort bis Hamm und von Sendenhorst bis Gladbeck.

Die Kontrollaktion wurde an insgesamt neun Tagen im Mai, Juni und Juli von unseren Kompensationsexperten mit Unterstützung unserer beiden FÖJler durchgeführt.

Entwicklungstendenz gegenüber 2020 leicht verbessert

Das Ergebnis der diesjährigen Entwicklungszielkontrolle fiel dabei positiver aus als in 2020. Auf rund 78 % der Flächen entwickeln sich die Maßnahmen planmäßig, während der prozentuale Anteil an Flächen mit Handlungsbedarf von 15 % auf 11 % gesenkt werden konnte.

Handlungsbedarf besteht insbesondere bei den Nachpflanzungen (aufgrund von Trockenschäden durch Niederschlagsmangel), bei dem Zurückdrängen von Neophyten (wie z.B. dem Japanischen Staudenknöterich) sowie bei geringfügigen Habitat-Optimierungen bei Artenschutzmaßnahmen.

Autor: Julian Kiszka