Datteln,

Auch 2022 wurden alle von uns angelegten Kompensationsflächen in Nordrhein-Westfalen einer Funktions- bzw. Entwicklungszielkontrolle unterzogen.

Durch die Kontrolle erkennen wir, ob sich die von uns angelegten Kompensationsflächen planmäßig entwickeln oder, ob Handlungsbedarf besteht, um die naturschutzfachliche Zielsetzung zu erreichen. Mit Hilfe detaillierter Erfassungsbögen werden z.B. Entwicklungszustand, Zielabweichungen, mögliche Störungen sowie notwendige Handlungsbedarfe detailliert dokumentiert.

86 Kompensationsflächen in 23 Städten und Kreisen NRWs

Die Entwicklungszielkontrolle 2022 erstreckte sich über insgesamt elf Tage zwischen April und Juli und umfasste 86 Kompensationsflächen in 23 Städten und Kreisen NRWs.

Von Kamp-Lintfort bis Hamm und von Sendenhorst über Bocholt bis nach Oberhausen waren unsere Kompensationsexperten dafür kontrollierend unterwegs und wurden dabei von unserer studentischen Hilfskraft sowie unseren beiden FÖJlern tatkräftig unterstützt.

Positive Entwicklungstendenz konnte auch 2022 beibehalten werden

Das Ergebnis der aktuellen Entwicklungszielkontrolle fiel dabei ähnlich positiv aus wie im Jahr 2021. Auf rund 65 % der Flächen ist der Entwicklungszielzustand bereits erreicht oder absehbar, während nur auf 14 % der Flächen nachträglicher Handlungsbedarf besteht.

Konkret äußert sich der Handlungsbedarf in vielen Fällen durch Nachpflanzungen (aufgrund von Trockenschäden durch Niederschlagsmangel), Zaunreparaturen, des Zurückdrängens von Neophyten (wie z.B. dem Japanischen Staudenknöterich oder Riesen-Bärenklau) sowie geringfügigen Habitat-Optimierungen bei Artenschutzmaßnahmen.

Die restlichen 21 % der Flächen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung und sind ebenfalls auf einem guten Weg, das geplante Entwicklungsziel in naher Zukunft zu erreichen.

Autor: Julian Kiszka