Gestern trafen wir uns in Mannheim mit Vertretern der Stiftung Schönau und des Stadtraumservice Mannheim, um bei einem gemeinsamen Pressetermin den Start für die ökologischen Waldaufwertung des Kollekturwaldes offiziell einzuläuten.
„Ziel ist es, den Kollekturwald, der sich im Eigentum der Stiftung Schönau befindet, in einen standortgerechten, klimastabilen und artenreichen Laubmischwald aufzuwerten“, fasste unsere Geschäftsführerin, Nicole Büsing, das Projekt zu Beginn zusammen. Stephan Reff, zuständiger Projektleiter unserer Landschaftsagentur stellte zusätzlich klar: „Unsere Eingriffe erfolgen dabei so schonend wie möglich. Der Naherholungswert des Kollekturwaldes soll bestmöglich erhalten bleiben“.
Ökologische Leistungsfähigkeit und Klimastabilität des Kollekturwaldes soll gefördert werden
„Der Aufwertung ist dringend notwendig, um die ökologische Leistungsfähigkeit und die Klimastabilität dieses Teils des Käfertaler Waldes zu verbessern und zu fördern“, betonte Büsing weiter. Gegenwärtig ist der Kollekturwald mit seinen ausgedehnten Kieferbeständen aufgrund der klimatischen Veränderungen durch Trockenheit und Pilzbefall stark gefährdet. Zusätzlich verdrängt die dort weit verbreitete Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina) durch ihr invasives Wachstum die heimischen Baumarten.
Waldaufwertung in mehreren Schritten über acht Jahre
Um einen stabilen Wald zu schaffen, der auf Dauer große Mengen Kohlendioxid speichern und somit einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, werten wir den Kollekturwald über acht Jahre in mehreren Schritten ökologisch auf. Die jährlich zu bearbeitende Flächengröße beträgt circa 12 Hektar, welche sich wiederum in Bearbeitungsflächen von ein bis vier Hektar aufteilen.
Eine flächige Befahrung wird dabei nicht stattfinden. „All unsere Maßnahmen dienen dem Erhalt dieses wertvollen Naturraumes. Während der Aufwertungsphase werden wir unser Möglichstes tun, um die Einwirkungen auf die Natur und die Erholungsfunktion so gering wie möglich zu halten“, so Büsing.
Ziel: Naturnaher, standortgerechter und klimastabiler Laubmischwald
Nach der schonenden Entfernung der Spätblühenden Traubenkirsche, möglicher weiterer Neophyten sowie bereits abgestorbener Bäume werden anschließend auf den partiell freigewordenen „Kulturflächen“ standorttypische Baumarten wie die Traubeneiche (Quercus petraea), Hainbuche (Carpinus betulus), Winterlinde (Tilia cordata) und Sommerlinde (Tilia platyphyllos) sowie verschiedene Begleitbaumarten gepflanzt.
„So kann ein gesunder, standorttypischer Wald entstehen, der Kohlendioxid bindet, für sauberes Grundwasser sorgt und für die Tier- und Pflanzenwelt überlebenswichtig ist“, bekräftigt Ingo Strugalla, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Schönau. „Deshalb möchten wir auch den PEFC-zertifizierten Kollekturwald ökologisch aufwerten und ihn so langfristig für die Menschen in Mannheim erhalten.“
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Bildunterschrift: Zuversichtliche Gesichter zum offiziellen Auftakt: v.l.n.r. Rudolf Krumm, Kundenbetreuer LA Plus, Frank Philipp, Leiter Forstbetrieb Stiftung Schönau, Nicole Büsing, Geschäftsführerin LA Plus, Stephan Reff, zuständiger Projektleiter LA Plus und Marko Kratz, Leiter Forstrevier Käfertaler Wald

